Katzenernährung

Viele Menschen glauben noch immer, die Katze sei ein Resteverwerter. Die Katze ist kein Müllschlucker; Tischabfälle können schnell zu Mangelerscheinungen führen. Katze können auf keinen Fall vegetarisch leben; aber auch nicht nur vom Fleisch allein. Kohlenhydrate die im Getreide, Reis oder Gemüse enthalten sind, brauchen die Katzen unbedingt.

Fertigfutter

Durch das riesige Angebot an Tierfutter wird der "Katzeneinsteiger" ziemlich überfordert. Es ist schwierig zu bewerten, welches Produkte sich eignen und welche nicht. Grundsätzlich gibt es kein schlechtes Futter im Angebot; es gibt gute und weniger gute. Der Tierbesitzer muss sich entscheiden, ob er Trocken- oder Nassfutter verabreichen will. Sowohl Trocken- als auch das Nassfutter haben Vor- und Nachteile. Jeder Tierhalter sollte auf die Bedürfnisse des Tieres eingehen und auch das Futter darauf abstimmen. Das handelsübliche Fertigfutter stellt die Hauptnahrungsquelle der Hauskatzen dar.

Ernährung - aber richtig

Wenn eine Katze ausschliesslich Hundefutter bekäme, würde sie schwere Mangelerscheinungen zeigen. Ihr würde z.B. Taurin und die Aminosäure fehlen. Die Katze muss Taurin mit der Nahrung zu sich nehmen (im Fleisch befindet sich Taurin). Im Fettsäurebedarf unterscheidet sich die Katze vom Mensch. Genau wie wir braucht sie zwar Linolsäure und Linoleinsäure, doch im Gegensatz zu uns braucht die Katze auch noch Arachidonsäure. Linol- und Linolensäure ist im Maiskeimöl und Distelöl enthalten und Arachidonsäure im Fleisch und Fisch.

Allein von Fleisch und Fett bzw. Öl kann die Katze nicht leben; sie benötigt ebenfalls Kohlehydrate. In der Natur nimmt sie dies über den Darminhalt der Maus zu sich. Die Katze Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Letztere ist vor allem in den Knochen der Beute.

 

 

 
Protein Bedarf einer Katze pro Tag
Gewicht der Katze benötigte Menge Protein
3 kg 14 g
4 kg 18 - 19 g
5 kg 23 g

 

Weitere Vitamine und Mineralien

 

werden von Katzen benötigt; insbesondere beim Calcium hat die Katze einen grossen Bedarf. Wenn eine Jungtiere zu wenig Calcium zu sich nimmt, entstehen Störungen im Skelett.

Da sich der Stoffwechsel der Katze von dem des Menschen unterscheidet, muss die Katze gewisse Stoffe (Taurin, Arachidonsäure) von aussen zu sich nehmen. Bestimmte Substanzen, die für uns völlig harmlos sind, können für die Katze zu schweren Problem führen. Stoffe, die Katze nicht abbauen können, sammeln sich im Körper des Tieres an und können langfristig zum Tod führen. Zu diesen Stoffen gehören Theobromin (in der Schokolade zu finden). Das für uns harmloses Schmerzmittel Aspirin wirkt sich im Katzenkörper ähnlich fatal aus. Medikamente, die für den Menschen gedacht sind, auf gar keinen Fall ohne tierärztliche Anweisung an Katzen verabreichen.

 

Katzenalter

Gesunde und gut gepflegte Katzen können bis zu 20 Jahre (und älter) alt werden. Die nachstehende Tabelle zeigt, das Alter der Katze in Menschenjahren.

 

 

Katze Mensch Katze Mensch
3 Jahre 28/30 Jahre 12 Jahre 68 Jahre
4 Jahre 35 Jahre 13 Jahre 72 Jahre
5 Jahre 38/40 Jahre 14 Jahre 75 Jahre
6 Jahre 43/44 Jahre 15 Jahre 80 Jahre
7 Jahre 48 Jahre 16 Jahre 84 Jahre
8 Jahre 52 Jahre 17 Jahre 88 Jahre
9 Jahre 55 Jahre 18 Jahre 92 Jahre
10 Jahre 60 Jahre 19 Jahre 96 Jahre
11 Jahre 65 Jahre 20 Jahre 100 Jahre